Es gibt Veranstaltungen, die sollen allen, die daran teilnehmen, im Gedächtnis bleiben. Business-Meetings zum Beispiel, bei denen wichtige Entscheidungen getroffen und Geschäftspartner beeindruckt werden; oder Konferenzen, die eine bleibende Erinnerung hinterlassen und nicht im anonymen Setting stattfinden sollen; oder – das emotionalste aller Ereignisse – Hochzeiten, die als „schönster Tag des Lebens“ inszeniert werden, ein Ziel, das mit der Location an sich steht und fällt.
„Das Gartenpalais ist geschaffen dafür, Erinnerung zu kreiieren“, sag Juliana Werner bei einer Führung durch das Gartenpalais. Sie ist verantwortlich für das Eventmanagement & Marketing der Palais Liechtenstein bei Liechtenstein Immobilien und führt gemeinsam mit Ihrem Team all jene auf der Suche nach einem spektakulären Veranstaltungsort in Wien durch die prunkvollen Räume des Gartenpalais, eines von mehreren Palais in der Liechtenstein Gruppe.
Ihre Tour durchs Haus beginnt in der lichtdurchfluteten Sala Terrena, die früher einmal, nach Art italienischer Palastbauten offen war, damit Kutschen durchfahren können. „Es war eine Sommerresidenz, die Johann Adam Andreas I. von Liechtenstein im damals modernen Barockstil erbauen ließ, um seine Gäste zu beeindrucken“, erzählt Werner. Und im Grunde genommen tun sie das bis heute noch.
Prunkvoller Empfang
Heute sind die einst offenen Bereiche großzügig weitläufige Innenräume. „Hier werden die Gäste empfangen“, erzählt sie, geht an der Kutsche vorbei bis zu den Türen in den weitläufigen Garten, der bei einer Vermietung exklusiv genutzt werden kann.
Auf dieser Seite finden gerne Hochzeiten statt, sagt sie. Nach rechts hin öffnen sich die so genannten Damenappartements, „bei Hochzeiten sind das meist die Tanzflächen, bei Konferenzen Räume für Break-out-Sessions“, erzählt sie – in die andere Richtung geht es zur klassizistischen Bibliothek, die die private Büchersammlung der Liechtensteinfamilie beherbergt. „Wo in der Welt kann man eine Veranstaltung in einer Location buchen die Kunst so erlebbar macht?“, fragt sie. Viele, entscheiden sich gerade auch deshalb für das Gartenpalais.
Doch dann geht es über die Marmortreppen in den ersten Stock. Prunkstück des Gartenpalais ist der Herkules-Saal mit seinen fantastischen Deckenfresken des italienischen Barockmalers Andrea Pozzo, die einen scheinbar unendlichen Himmel freigeben. Hier finden an großen runden Galatischen exklusive Dinner für bis zu 300 Gäste statt. Sie war schon sehr oft dabei, um im Hintergrund die Fäden zu ziehen.
Begehungen mit Juliana Werner und ihrem Team durch das Palais dauern unterschiedlich lange. Je nach Interesse der Kunden zwischen 30 Minuten und drei Stunden. Beeindruckt seien die meisten, sagt sie, von der innovativen Technik, die sich unter der barocken Oberfläche versteckt. Türen öffnen sich wie von selbst, Sound- und Lichtsysteme sind in eigenen kleinen Nebenräumen verborgen, es gibt sämtliche Annehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts. Deshalb sagen viele Kunden auch, dass sich das Gartenpalais so „privat“ anfühlt. Das schätzten viele internationale Gäste.
„Im Gartenpalais lässt sich
die Geschichte Europas
hautnah erleben.“
Juliana Werner
Leitung Event Management & Marketing
Palais Liechtenstein
Flankiert von Expertise
Wer sich nach Juliana Werners Begehung für das Gartenpalais entscheidet, wird auch von ihr betreut werden. Gemietet wird stets das gesamte Gartenpalais für die Zeitdauer von zumindest zehn Stunden. Gebucht werden die Räumlichkeiten exklusive Equipment und Catering, die jeder Veranstaltungskunde von dritten Anbietern selbst organisieren muss. „Wir beraten und stellen unser erfahrenes Netzwerk zur Verfügung“, so Werner und meint Catering-Anbieter mit der entsprechenden Ausrüstung und Kellner, die mit dem vielen treppauf treppab zurecht kommen, oder Tontechniker, die mit der Akustik hoher Räume vertraut sind. „Wir kennen die Tücken und räumen Schwierigkeiten im Vorfeld schon aus“, so Werner.
Ein bisschen gehört auch Juliana Werner und ihre Kollegen und Kolleginnen zum Inventar. „Unsere Arbeitszeit bei Events beginnt, wenn der erste Lieferant das Palais betritt und endet, wenn alles wieder besenrein übergeben wird,“ sagt sie und führt noch in all jene Räumlichkeiten, die im Gartenpalais als „backstage“ geführt werden. In die Küche zum Beispiel: ein lang gezogener Raum mit vielen Tischen, auf denen für die Gala-Dinners die Speisen angerichtet werden. Umkleide- und Waschräume für das Personal sind vorhanden. Die Küchengeräte müssen die Caterer selbst mitbringen, von der Liechtensteingruppe wird ein Kühlraum bereitgestellt.
"Wo in der Welt kann man eine Veranstaltung in einer Location buchen, die Kunst so unmittelbar erlebbar macht?"
Juliana Werner,
Leitung Event Management & Marketing
Palais Liechtenstein
Apropos backstage: Im Keller des Gartenpalais sind nicht nur Garderoben für die Gäste, sondern auch die Garderoben für die Künstler und Künstlerinnen, die immer dann gebraucht werden, wenn im Gartenpalais kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Das Gartenpalais ist beliebt für Konzerte im privaten Rahmen. Dafür werden im Herkulessaal eine Bühne und goldene Sessel aufgestellt. Viele Kreuzfahrer-Gruppen machen hier im Gartenpalais Station: „Ein Landgang mit Champagner, Ballett und Mozart“, so Werner, ist ein Höhepunkt jeder Reise.
Mitunter kommen hierher ins Gartenpalais aber auch sehr illustre Gäste. Zu Juliana Werners Lieblingsprojekten in den vergangenen Jahren zählt ein Filmdreh für eine HBO-Serie.
Viel Erfahrung hat Juliana Werner hingegen mit Hochzeitsgesellschaften. Trauungen erzählt sie, seien in der Sala Terrena eine wirklich märchenähnliche Kulisse, vor allem bei schönem Wetter ist der Park idyllisch und kann für die Dauer einer Veranstaltung für die Öffentlichkeit dann auch gesperrt werden. Dass der Goldene Wagen in der Sala Terrena einst unter anderem dafür gemacht wurde, um Prinzessin Isabella von Parma, die zukünftige Braut des Kronprinzen Joseph II abzuholen, ist eine Geschichte, die sie bei Hochzeitsgesellschaften immer wieder gerne erzählt.
Allein im Museum
Den letzten Höhepunkt der Begehung bewahrt sich Juliana Werner immer für den Schluss auf: Die Kunstgalerie samt der Liechtenstein’schen Sammlung, die hier im privaten Rahmen von Gästen besichtigt werden kann, „als Rahmenprogramm bei Veranstaltungen aller Art ist das gleichermaßen beliebt. „Allein im Museum“, könnte man sagen, und klar, man habe auch Kunstvermittler und Kunstvermittlerinnen in den Galerien, die für Auskünfte zur Verfügung stehen. „Ein Besuch einer privaten Kunstsammlung ohne Öffentlichkeit ist ein unvergessliches Erlebnis“, weiß sie.
Ein besonderer Service der Liechtenstein Immobilien: Die EventmanagerInnen der Palais Liechtenstein begleiten ihre Kunden und Kundinnen auch während der Veranstaltungen. „Wir sind vor Ort und haben alle Hände voll zu tun, weil wir jeden Winkel, jedes Problem und jede Lösung kennen“, lacht sie. Erst wenn der letzte Gast das Gartenpalais verlässt, geht auch Juliana Werner nach Hause. Bei Hochzeiten kann das auch erst bei Sonnenaufgang sein.
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